Die Wohnungssuche in Hamburg kann ein echter Albtraum sein. Die Stadt wächst und der Wohnraum wird knapper. Dies führt zwangsläufig zu steigenden Mieten und Frust bei den Wohnungssuchenden. Wer hier eine bezahlbare und gut gelegene Wohnung finden will, braucht Geduld, eine kluge Strategie und manchmal auch eine Portion Glück.

Aber warum ist es eigentlich so schwierig, in Hamburg eine Wohnung zu finden? Der Wohnungsmarkt ist hart umkämpft. Hamburg gehört zu den beliebtesten Städten Deutschlands. Jedes Jahr ziehen Tausende von Menschen hierher. Sei es für einen neuen Job, ein Studium oder einfach die Lebensqualität in urbanen Gegenden wie Altona oder Eimsbüttel. Gleichzeitig gibt es aber zu wenig Neubauten. Dies führt dazu, dass die Nachfrage das Angebot bei Weitem übersteigt. Mietpreise schießen in die Höhe und sorgen für endlose Wartelisten bei Wohnungsbesichtigungen.
In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du deine Chancen eine Wohnung in Hamburg zu finden deutlich verbessern kannst. Wir hangeln uns durch die besten Suchstrategien, geheimen Tipps und den unbedingt zu vermeidenden Fehlern. Außerdem schauen wir uns Hamburgs Stadtteile genauer an und wir zeigen dir, wie eine Muster Wohnungsbewerbung aussehen sollte.
Inhaltsverzeichnis
Die Herausforderungen der Wohnungssuche in Hamburg
Die Wohnungssuche in Hamburg ist, wie in der Einleitung bereits erwähnt, eine echte Herausforderung. Die hohe Nachfrage trifft auf ein knappes Angebot – das führt dazu, dass Wohnungen oft sehr schnell vergeben sind. Wer hier nicht vorbereitet ist, hat kaum eine Chance.
Typische Fehler, die einfach zu vermeiden sind
Eines vorweg: Eine unvollständige oder unprofessionelle Bewerbung ist ein absolutes No-Go. In Hamburg zählt der erste Eindruck und (leider) muss man sich komplett nackig machen – wer keine vollständigen Unterlagen hat oder unvorbereitet auf Besichtigungen geht, wird meist direkt aussortiert.

Aber bevor du dir Gedanken über die Unterlagen machen brauchst, auf die wir später nochmal zu sprechen kommen, musst du überhaupt erstmal zu einem Besichtigungstermin eingeladen werden.
Viele machen dabei den Fehler, sich nur auf ein oder zwei Immobilienportale zu konzentrieren.
Die besten Wohnungen sind oft nur weniger als 5 Minuten online und werden dann bereits wieder entfernt, da der Vermieter innerhalb dieses Zeitraumes schon mehr als genug Anfragen erhalten hat. Wir sprechen hier, je nach Lage und Preis, von 50 – 100 Anfragen in den ersten 5-10 Minuten. Wenn du also nur auf einem Immobilienportal suchst, dann entgeht dir generell schonmal ein Großteil aller offen publizierten Wohnungen. Hinzu kommt, dass ein Großteil der Wohnungen oft schon vergeben sind, bevor sie überhaupt online erscheinen.
Deshalb gilt hier vor allem, ALLE Immobilienportale in deine Wohnungssuche in Hamburg mit einzubeziehen.
Aber auch wenn du auf allen großen und kleinen Portalen gleichzeitig suchst, musst du extrem flink sein, um überhaupt eine Chance auf einen Besichtigungstermin zu haben.
Warum Geschwindigkeit entscheidend ist
Versuch das Ganze mal aus Sicht eines Vermieters zu sehen – Für sie bedeutet die hohe Nachfrage auf dem Mietwohnungsmarkt vor allem eines: Sie können sich ihre Mieter aussuchen.
Sie haben weder Zeit noch Lust, sich durch hunderte von Bewerbungen durchzuarbeiten. Viele Vermieter laden daher nur die ersten fünf bis zehn Bewerber zur Besichtigung ein. Wer zu spät reagiert, hat also in den meisten Fällen keine Chance.
Auch ein unentschlossenes „Ich muss erstmal überlegen“, kann ausreichen, um von der Kandidatenliste gestrichen zu werden. Jemand anderes wird die Wohnung nämlich garantiert nehmen. So ist der Wohnungsmarkt im Jahre 2025 – und das wird sich leider auch nicht allzu schnell wieder ändern.
5 Tipps, um in Hamburg eine Wohnung zu finden
Kommen wir direkt zu dem Part, der dich wahrscheinlich am meisten interessieren wird. Wenn du deine Wohnungssuche in Hamburg strategisch aufbaust und folgende Tipps zu Herzen nimmt, dann wirst du auch (früher oder später) fündig werden.
Automatisierte Suchtools nutzen
Geschwindigkeit ist also entscheidend – Zum Glück gibt es inzwischen nützliche Tools, die dich bei der Wohnungssuche in Hamburg unterstützen können. Der Wohnungsbot Hamburg hilft dir dabei auf der Pole Position zu landen. Er durchsucht nämlich 24/7 alle großen und kleinen Immobilienportale nach neuen Angeboten und informiert dich in Echtzeit über jedes neue Wohnungsangebot, dass deinen Suchkriterien entspricht.
Dadurch kannst du dich als einer der Ersten auf eine frei gewordene Wohnung bewerben und steigerst deine Chancen auf einen Besichtigungstermin schonmal um ein vielfaches. Das zeitintensive, manuelle Suchen ist also schonmal Geschichte.
Du kannst den Bot derzeit für 3 Tage kostenlos testen und zahlst danach 29,90 € für eine dauerhafte Nutzerlizenz – gut investiertes Geld.

Direkte Kontaktaufnahme mit den Vermietern
Ergänzend zur Nutzung des Wohnungsbots kann es hilfreich sein, direkt mit Vermietern in Kontakt zu treten. Recherchiere über Google Maps oder die Google-Suche und erstelle eine Liste von Hausverwaltungen, Wohnungsgesellschaften, Baugesellschaften und Maklern in Hamburg.
Oft haben diese Wohnungen in ihrem Portfolio, die noch nicht online veröffentlicht wurden – sei es aufgrund laufender Mietverhältnisse, geplanter Renovierungen oder anderer interner Abläufe. Durch frühzeitige Kontaktaufnahme erhöhst du deine Chancen, von verfügbaren Wohnungen zu erfahren, bevor sie offiziell inseriert werden.
Du kannst entweder direkt anrufen oder eine E-Mail schreiben. Aber behalte im Hinterkopf, dass Vermieter eine Vielzahl von Anfragen erhalten und auf solche Anfragen auch genervt reagieren könnten. Bleib bei der Kontaktaufnahme also immer freundlich und zielorientiert.
Häufig haben Vermieter auch interne Warte- und Interessentenlisten – Lass dich gerne auf eine solche setzen, wenn du es angeboten bekommen solltest.
Um dir eine Menge Arbeit zu ersparen, haben wir dir eine Liste von über 300 Maklern und Hausverwaltungen aus Hamburg erstellt.
Und wenn du dich jetzt fragst, ob es in 2025 eigentlich noch möglich ist einen Makler direkt mit der Suche nach einer Mietwohnung zu beauftragen und zu bezahlen, dann haben wir darauf auch eine Antwort – Diese findest hier.
Suchanzeigen schalten
Inzwischen ist dies wahrscheinlich kein Geheimtipp mehr, aber weiterhin einen Versuch wert. Zeige Eigeninitiative und schalte Suchanzeigen.
Online eignet sich dafür vor allem Kleinanzeigen.de. Wichtig dabei ist ein professionelles, sympathisch wirkendes Foto zu nutzen und einen rechtschreibfehlerfreien Anzeigentext zu schreiben. Dieser sollte mindestens die wichtigsten Fakten über dich oder euch (Personenanzahl, Jobs, Gehalt) und natürlich eure Wohnungsanforderungen enthalten.
Wenn du das nötige Kleingeld hast, dann versuch es auch mal mit einer lokalen Zeitungsannonce wie dem Hamburger Abendblatt oder der Morgenpost. Du kannst auch einen Schritt weiter gehen und stadtteilinterne Zeitungen wie beispielsweise die Eimsbütteler Nachrichten nutzen.
Der Vorteil von Suchanzeigen, online oder in der Zeitung, ist, dass du damit vor allem private Vermieter ansprichst. Diese sind oft genervt von der Anfragenwucht, die sie beim normalen Schalten einer Anzeige auf einem Immobilienportal erhalten. Anstatt dessen wollen sie sich ihre zukünftigen Mieter lieber direkt aussuchen. Eine Suchanzeige hat keine Erfolgsgarantie, aber schaden kann sie auch nicht.
Wir haben das Thema Wohnungsgesuch aufgeben in einem detaillierten Artikel näher erläutert. Dort wartet auch eine Vorlage für eine optimale Suchanzeige auf dich.
Bewerbungsunterlagen frühzeitig vorbereiten
Der schnelllebige Wohnungsmarkt in Hamburg führt ebenso dazu, dass Besichtigungstermine innerhalb von 1-2 Tagen nach oder manchmal sogar noch am selben Tag der Anfrage stattfinden können. Um bestmöglich darauf vorbereitet zu sein, solltest du deine Bewerbungsunterlagen schon frühzeitig fertig und jederzeit – in ausgedruckter und digitaler Form – griffbereit haben.
Ansonsten läufst du Gefahr mit unvollständigen oder fehlerhaften Unterlagen direkt auf die Ausschluss-Liste des Vermieters zu geraten.
Auf ein Wohnungsangebot bewerben, aber richtig
Um dich auf eine Wohnung zu bewerben, musst du nicht (!) direkt deine ganzen Unterlagen mitschicken. Es reicht ein gutes Anschreiben – Deine Unterlagen wollen seriöse Vermieter erst nach der Besichtigung von dir erhalten. Allein aus datenschutzrechtlichen Gründen wäre es auch mehr als fraglich, wenn ein Vermieter direkt beim ersten Kontakt alle Unterlagen sehen will. In diesem Fall solltest du generell Abstand nehmen, da es sich um ein Fake-Angebot handeln könnte.
Dein Anschreiben sollte so kurz wie möglich sein, aber trotzdem alle wichtigen Informationen enthalten. Es interessieren nur die Fakten – Warum interessierst du dich für die Wohnung? Kannst du dir die Wohnung leisten? Bist du schuldenfrei? Hast du Haustiere oder spielst du ein Musikinstrument?
Wenn im Angebot der Name des Vermieters genannt wird, dann eröffne dein Schreiben auch mit dem Namen und sprich ihn oder sie direkt an. Vermeide es einen Roman zu schreiben, der sehr viel Text enthält, aber wenig für die Anmietung relevantes. Vermieter haben für so etwas keine Zeit und laden anstatt dessen einfach den nächsten Kandidaten zum Besichtigungstermin ein.
Wir haben dir ein Muster-Anschreiben erstellt, welches du für deine Wohnungsbewerbung nutzen kannst. Vergiss nicht, deine Daten entsprechend anzupassen – Wenn du alleine oder als Familie suchst, musst du den Text natürlich auch entsprechend abändern. Wichtig ist, dass oben genannte Fakten ersichtlich sind:
Sehr geehrter Herr ABC / Sehr geehrte Frau ABC,
Meine Freundin, Frau Mustermann (XX Jahre), und ich (Max Mustermann, XX Jahre) haben großes Interesse an der von Ihnen angebotenen X-Zimmer-Wohnung in Musterstadtteil( Musterstraße XX, XXXXX Hamburg).
Besonders ansprechend ist die Wohnung für uns aufgrund (Warum ist die Wohnung ideal für euch? z.B. Jobnähe ). Ich bin unbefristet und in Vollzeit/Teilzeit bei XXX-Firma als XXX-Jobtitel angestellt. Frau Mustermann arbeitet in Vollzeit/Teilzeit als XXX-Jobtitel bei XXX-Firma – ebenfalls unbefristet.
Unser gemeinsames, monatliches Nettoeinkommen beträgt rund XXXX Euro. Zudem verfügen wir beide über einwandfreie Schufa-Auskünfte, die wir Ihnen gerne zusammen mit weiteren Unterlagen bei einem Besichtigungstermin vorlegen.
Wir möchten Sie auch darauf hinweisen, dass wir aktuell keine Haustiere besitzen und allgemein sehr ruhige und verantwortungsbewusste Mieter sind.
Über Ihre Rückmeldung und die Möglichkeit, die Wohnung persönlich zu besichtigen, würden wir uns sehr freuen.
Sie erreichen mich über die E-Mail Adresse max.mustermann@xxx.de oder telefonisch unter XXX.
Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann & Maxine Mustermann
Bewerbungsprozess: So sicherst du dir die Wohnung
Du wurdest zu einem Besichtigungstermin eingeladen? Super – dann geht es jetzt darum dich von deiner besten Seite zu zeigen. Sowohl deine Unterlagen als auch dein Auftreten bei der Besichtigung müssen stimmen, damit du in den engeren Kandidatenkreis der potentiellen Mieter kommst.
Der Besichtigungstermin: Komme pünktlich zum Termin und kleide dich angemessen – ein gepflegtes Erscheinungsbild hinterlässt einen positiven ersten Eindruck. Sei höflich und freundlich gegenüber dem Vermieter oder Makler und zeige Interesse an der Wohnung. Stelle gezielte Fragen, etwa zur Nebenkostenabrechnung oder zu den Hausregeln. Vermeide es jedoch, überkritisch zu wirken. Fragen, die schon im Exposé beantwortet wurden (z.B. Kautionshöhe) stelle nicht nochmal – Dies hinterlässt eher einen unaufmerksamen Eindruck und ist kontraproduktiv.
Nach dem Besichtigungstermin: Generell solltest du deine Unterlagen auch immer in gedruckter Form mit zum Besichtigungstermin bringen – Standardmäßig wollen die Vermieter die Unterlagen im Nachhinein digital zugesendet bekommen, aber Ausnahmen machen die Regel. Und in dem Falle würdest du dich mit ausgedruckten Unterlagen direkt von deinen Konkurrenten abheben.
Diese Dokumente gehören in deine Bewerbungsmappe
Ob ausgedruckt oder digital, folgende Dokumente sollte deine Bewerbung beinhalten:
- Ausgefüllte Selbstauskunft
- Die letzten 3 Gehaltsnachweise (Alternativ: Kopie Arbeitsvertrag / Beitragsbescheid sozialer Leistungen / Steuerbescheid bei Selbstständigen)
- Schufa-Auskunft
- Mietschuldenfreiheitsbescheinigung
- Ggf. Nachweis einer Haftpflicht und Hausratversicherung
- Ggf. Bürgschaftserklärung der Eltern
- Ggf. Vermögensnachweis in Form eines Kontoauszugs
Die Mieter-Selbstauskunft ist von Vermieter zu Vermieter unterschiedlich und muss entsprechend jedes mal neu ausgefüllt werden. Falls der Vermieter dir keine zukommen lässt, dann nutze unsere Selbstauskunft-Vorlage.
Sehr empfehlenswert ist auch nochmal ein kleines Motivationsschreiben beizufügen, in welchem du deinen Anmietungswunsch bekräftigst. Du kannst in diesem z.B. die Sachen hervorheben, die dir an der Wohnung besonders gefallen haben. Ein individuelles Schreiben fügen nur wenige bei und kann dich von der Konkurrenz abheben.
Eine Kopie des Personalausweises wird im Regelfall erst vor Unterschrift des Vertrags verlangt. Es steht dir offen, diese trotzdem beizufügen. In dem Fall solltest du aber sensible Infos wie zum Beispiel die Personalausweisnummer schwärzen.

Wenn deine Unterlagen perfekt sind und du beim Besichtigungstermin einen guten Eindruck hinterlassen hast, dann hast du alles in deiner Macht stehende getan. Falls du innerhalb von 7 Tagen keine Rückmeldung erhältst, kannst du nochmal freundlich beim Vermieter über den Stand der Dinge nachfragen.
Solltest du eine Absage erhalten ist dies völlig ok und kein Weltuntergang – Früher oder später wirst auch du eine Zusage erhalten, sofern du am Ball bleibst. Nach einer Absage kannst du den Vermieter bitten, dich über zukünftige, ähnliche Angebote zu informieren.
Nach einer Zusage zögere nicht zu lang mit der endgültigen Entscheidungsfindung – Der Vermieter kann sich immer noch für einen anderen Kandidaten entscheiden, sofern der Mietvertrag noch nicht unterzeichnet ist.
Stadtteile in Hamburg: Wo willst du wohnen?
Viele Wohnungssuchende haben bereits eine genaue Vorstellung davon, in welchem Stadtteil sie wohnen wollen. Auf Grund des überhitzten Wohnungsmarkts grenzen sich aber viele dadurch selber in ihren Möglichkeiten ein. Hamburg besitzt ein ausgezeichnetes Nahverkehrsnetz (HVV) mit U-Bahn, S-Bahn, Bussen und sogar Fähren. Man kommt generell, egal von wo aus startend, schnell an sein Ziel. Aus diesem Grund solltest du auch offen für angrenzende Stadtteile sein, ansonsten schränkst du dich nur selbst ein.
Jeder Stadtteil hat etwas zu bieten und seinen eigenen Charme – Im Folgenden wollen wir uns ein paar der beliebten Stadtteile Hamburgs etwas genauer anschauen.
Vergleich beliebter Stadtteile
Zu den beliebtesten Stadtteilen Hamburgs gehören zweifelsohne fast alle Stadtteile des Bezirks Altona, vor allem Eimsbüttel, Ottensen und Altona-Altstadt. Hoch im Kurs sind ebenfalls Eppendorf und Winterhude. In diesen Stadtteilen eine Wohnung zu finden ist also besonders schwierig.
Diese Viertel zeichnen sich durch ihre lebendige Atmosphäre, eine hervorragende Infrastruktur sowie zahlreiche Bars, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten aus. Zudem bieten sie eine ideale Mischung aus urbanem Flair und grünen Oasen wie dem Altonaer Balkon, dem Eppendorfer Park oder der Außenalster.
Zum Glück gibt es aber auch einige aufstrebende und noch nicht so überlaufende Stadtteile, die auch einiges zu bieten haben – bei humanen Mietpreisen. Dazu gehören beispielsweise Barmbek, Hamm oder Wilhelmsburg. Diese Viertel überzeugen mit einer wachsenden Kulturszene und einer guten Anbindung an die Innenstadt. Dort aufzufinden sind ebenfalls schöne Parks (z.B. der Stadtpark in Barmbek), gemütliche Cafés und eine vielfältige Nachbarschaft.
Die Mietpreise dort sind erschwinglicher als bei den Erstgenannten. Wer also bereit ist, neue Ecken Hamburgs zu entdecken, kann hier echte Wohnperlen finden.
Damit du dir einen klaren und übersichtlichen Eindruck verschaffen kannst, haben wir ein Vergleich der 20 beliebtesten Stadtteile durchgeführt – inklusive ihrer Besonderheiten und der durchschnittlichen Mietpreise:
Stadtteil | Beschreibung & Durchschnittliche Mietpreise (€/m²) |
---|---|
Eppendorf | Hohe Mietpreise (∅ 18,55 €/m²), exklusive Altbauwohnungen, gehobene Restaurants, exzellente Infrastruktur, zahlreiche Parks wie der Hayns Park. |
Winterhude | Mietpreise ∅ 16,95 €/m², gehobenes Wohnviertel mit bodenständigem Charme, Nähe zur Alster, vielfältige Freizeitmöglichkeiten. |
Altona | Mietpreise ∅ 16,95 €/m², vielfältiges Kulturangebot, lebendige Quartierskultur, Mischung aus Trubel und Ruhe. |
Eimsbüttel | Mietpreise ∅ 16,95 €/m², zentrale Lage, schöne Altbauwohnungen, sehr beliebtes Wohnviertel für junge Familien und Studierende. |
HafenCity | Sehr hohe Mietpreise (∅ 23,63 €/m²), modernes Viertel mit exklusiven Wohnungen, direkter Wasserlage und urbanem Lebensgefühl. |
St. Georg | Mietpreise ∅ 16,95 €/m², multikulturelle Vielfalt, zentrale Lage, lebendiges Nachtleben und kreative Atmosphäre. |
Sternschanze | Mietpreise ∅ 16,95 €/m², Szeneviertel mit alternativem Flair, beliebte Ausgehmeile, jung und kreativ. |
Ottensen | Mietpreise ∅ 16,95 €/m², charmantes Viertel mit vielen Cafés und Boutiquen, familienfreundlich mit entspannter Atmosphäre. |
Barmbek | Mietpreise zwischen 12,50 – 15,00 €/m², aufstrebendes Viertel, zentrale Lage, bezahlbare Mieten und gute Anbindung. |
Wandsbek | Mietpreise zwischen 12,50 – 15,00 €/m², ruhige Wohngegend mit guter Infrastruktur, bezahlbarer Wohnraum für Familien. |
Blankenese | Exklusives Wohnviertel mit Villen und Elbblick, hohe Lebensqualität, jedoch sehr hohe Mietpreise (∅ 16,90 €/m²). |
Uhlenhorst | Elegantes Viertel mit Jugendstilbauten, Nähe zur Außenalster, gehobene Gastronomie und kulturelle Angebote, Mietpreise ∅ 18,50 €/m². |
St. Pauli | Lebendiges Viertel mit berühmter Reeperbahn, vielfältiges Nachtleben, kulturelle Vielfalt, jedoch teils laut und touristisch, Mietpreise ∅ 17,00 €/m². |
Neustadt | Zentrale Lage, historische Gebäude, Nähe zu Einkaufsstraßen und kulturellen Einrichtungen, jedoch höhere Mietpreise (∅ 19,09 €/m²). |
Rotherbaum | Universitätsviertel mit grünen Alleen, gehobene Wohngegend, Nähe zur Alster, hohe Mietpreise (∅ 17,50 €/m²). |
Lokstedt | Ruhiges Wohnviertel mit vielen Grünflächen, gute Anbindung, bezahlbare Mieten, beliebt bei Familien (∅ 14,50 €/m²). |
Harvestehude | Exklusives Viertel mit prachtvollen Villen, direkte Alsterlage, hohe Mietpreise (∅ 20,00 €/m²), jedoch sehr hohe Lebensqualität. |
Bahrenfeld | Aufstrebendes Viertel mit Industriecharme, gute Anbindung, vielfältiges Freizeitangebot, moderate Mietpreise (∅ 15,40 €/m²). |
Hamm | Zentrale Lage, vielfältige Wohnmöglichkeiten, gute Infrastruktur, bezahlbare Mieten (∅ 14,30 €/m²), beliebt bei jungen Familien. |
Bergedorf | Historischer Stadtkern, viel Grün, gute Anbindung, bezahlbare Mieten (∅ 14,45 €/m²), ideal für Familien und Naturliebhaber. |
Die sichersten Bezirke Hamburgs
Sicherheit ist in der Tat für viele Wohnungssuchende in Hamburg, insbesondere Familien, eines der Hauptkriterien bei der Suche nach einer neuen Bleibe. Generell ist jeder Stadtteil Hamburgs „sicher“, aber trotzdem gibt es ein paar Ecken, die du eher vermeiden solltest.
Dazu gehört vor allem der an den Hauptbahnhof angrenzende Stadtteil St. Georg. Leider hat dieser Bezirk in der Vergangenheit immer wieder mit unrühmlichen Geschichten Schlagzeilen gemacht. Vor allem der offene Drogenkonsum und damit einhergehende Probleme machen St. Georg für Familien wenig attraktiv. Zwar gibt es auch in diesem Stadtteil schöne Ecken und eine vielfältige Kulturszene, jedoch ist die allgemeine Wahrnehmung durch die soziale Problematik und die höhere Kriminalitätsrate beeinträchtigt.
Auch das allseits bekannte Szeneviertel St. Pauli kann für den ein oder anderen abschreckend wirken. Wenn du mit lauter Musik und vielen Menschen kein Problem hast, ist St. Pauli aber alles andere als schlimm. Manche Leute bezeichnen es als Dorf in der Stadt, der Zusammenhalt ist riesig und nachbarschaftliche Unterstützung wird großgeschrieben.
Besonders sicher sind, wenig überraschend, die weiter oben bereits erwähnten teureren Stadtteile Hamburgs – Familien sollten sich aber auch mit Niendorf und anderen nördlich gelegenen Stadtteilen auseinandersetzen.
Auch in Alsterdorf, einem grünen und ruhigen Stadtteil nahe der Außenalster, ist die Sicherheit besonders hoch, was ihn zu einem beliebten Wohnort für diejenigen macht, die eine sichere Umgebung schätzen.
Mietpreisentwicklung in Hamburg
Der Wohnungsmarkt ist hart. Ansonsten wäre ein so langer Artikel über die Wohnungssuche in Hamburg nicht nötig gewesen.
Laut Wohnungsmarktbericht von 2024 standen in den letzten sechs Monaten in Hamburg je 1.000 Wohnungsgesuchen nur 29 Mietwohnungsangebote gegenüber. Während 2013 der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei rund 10 Euro lag, liegt er heute oft über 15 Euro. Gründe für die Preisentwicklung sind eine hohe Nachfrage, begrenztes Wohnraumangebot und steigende Baukosten.
Besserung auf einen sich beruhigenden Mietwohnungsmarkt ist also nicht wirklich in Sicht.
Funktioniert die Mietpreisbremse?
Die Mietpreisbremse gilt im gesamten Hamburger Stadtgebiet seit 2018 und sollte überhöhte Neuvermietungsmieten verhindern. In der Praxis wird sie jedoch oft umgangen. Vermieter nutzen Ausnahmen, indem sie Modernisierungen durchführen oder sich auf Bestandsmieten aus früheren Verträgen berufen. Zudem gilt die Mietpreisbremse nicht für Neubauten oder umfassend sanierte Wohnungen.
Die Angebotsmieten in Hamburg sind seit 2015, dem Jahr der erstmaligen Einführung der Mietpreisbremse, um 18 % gestiegen, während die Inflation im gleichen Zeitraum nur um 8 % zunahm. Diese Daten deuten darauf hin, dass die Mietpreisbremse nicht die erhoffte Wirkung erzielt hat und die Wohnungssuche in Hamburg nicht einfacher gemacht hat.
Alternative Wohnmöglichkeiten in Hamburg
Dem Ganzen Wahnsinn irgendwie entgehen? Schwer, aber nicht unmöglich. Es gibt einige alternative Wohnmöglichkeiten, die, je nach Lebenssituation, für dich interessant sein könnten.
Wohngemeinschaften (WGs) – günstig und gesellig
Eine der beliebtesten Alternativen ist das Wohnen in einer WG. Besonders für Studierende und Berufseinsteiger sind WGs eine gute Möglichkeit, Kosten zu sparen. Du teilst dir eine Wohnung mit anderen, zahlst nur für dein Zimmer und sparst Nebenkosten.
Das WG-Leben ist nichts für jedermann, aber eine Möglichkeit dem schwierigen Wohnungsmarkt (vorübergehend) aus dem Weg zu gehen – Du lernst neue Leute kennen und hast oft direkt Anschluss an eine Gemeinschaft.
Mikroapartments – All-Inclusive
Wer lieber seine Ruhe haben möchte, für den könnten sogenannte Mikroapartments in Frage kommen. Sie sind zwar teurer als klassische WGs, aber du hast deine Privatsphäre und musst dich um nichts kümmern – oft sind Internet und Möbel schon inklusive. Für alleinstehende Personen, Studenten oder Auszubildene können diese Apartments eine (Interims-)Lösung darstellen.
Genossenschaftswohnungen – langfristig denken
Wohnungsgenossenschaften sind eine gute Alternative, wenn du langfristig in Hamburg wohnen möchtest. Hier zahlst du eine einmalige Genossenschaftseinlage, dafür bekommst du oft günstigere Mieten als auf dem freien Markt. Allerdings gibt es auch hier auf Grund der Wohnungsnot sehr lange Wartelisten. Zu den bekanntesten Genossenschaften in Hamburg gehören SAGA und die Altoba.
Hier findest du eine Liste aller in Hamburg ansässigen Wohnungsgenossenschaften.
Hausboote und Tiny Houses – unkonventionell, aber spannend
Wer es besonders kreativ mag, kann über alternative Wohnformen wie Hausboote oder Tiny Houses nachdenken. In Hamburg gibt es einige Liegeplätze für Hausboote, besonders in Wilhelmsburg oder an der Elbe. Tiny Houses sind zwar noch nicht weit verbreitet, aber es gibt Projekte, die kleine modulare Häuser für Stadtbewohner anbieten.
Fazit – Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete
Die Wohnungssuche in Hamburg ist ohne wenn und aber anstrengend, aber mit der richtigen Strategie erhöhst du deine Chancen eine Wohnung zu finden deutlich. Lies dir dazu auch gerne die Erfahrungsberichte unserer Community von (ehemaligen) Wohnungssuchenden durch.
Wenn du gezielt vorgehst und vorbereitet bist, kannst du dir den ganzen Prozess erleichtern und schneller in dein neues Zuhause einziehen.
1. Definiere deine Wünsche und Bedürfnisse
- Welche Kriterien sind dir wirklich wichtig? (Lage, Größe, Ausstattung, Preis)
- Wo kannst du Kompromisse eingehen?
- Sind alternative Wohnformen für dich interessant?
2. Bereite deine Bewerbungsunterlagen vor
- Sind alle wichtigen Dokumente griffbereit? (Gehaltsnachweise, Schufa-Auskunft, Mietschuldenfreiheitsbescheinigung)
- Hast du ein überzeugendes Anschreiben vorbereitet?
3. Suche aktiv, reagiere schnell
- Nutze automatisierte Suchtools wie den Wohnungsbot Hamburg, um Echtzeit Mietangebote aller Immobilienportale zu erhalten
- Reagiere zügig und individuell auf passende Angebote
5. Gehe Besichtigungen gezielt an
- Sei pünktlich, gut vorbereitet und kleide dich angemessen
- Notiere dir wichtige Fragen, die du dem Vermieter stellen willst
- Mach dir nach jeder Besichtigung Notizen, um den Überblick zu behalten
6. Entscheide dich zügig
- Wenn dir eine Wohnung gefallen hat, dann übersende zügig deine vollständige Bewerbungsmappe an den Vermieter oder Makler
- Triff schnell eine Entscheidung, sobald du eine Zusage erhältst.
